Durch ein transparentes Tierhaltungskennzeichen sollen Verbraucher:innen auf einen Blick erkennen, wie ein Tier in landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland gehalten wurde. Es ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein beim Umbau der Tierhaltung. Der vzbv begrüßt daher die Einigung der Ampelfraktionen. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentiert:
Die Mehrheit der Verbraucher:innen wünscht sich höhere Standards in der Tierhaltung. Eine verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung kann für mehr Transparenz für Verbraucher:innen sorgen und gleichzeitig einen Beitrag zum Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung hin zu einer tierschutzgerechteren und klimaverträglicheren Landwirtschaft leisten. Der vzbv begrüßt daher die Einigung der Ampelfraktionen.
Leider wurden die Kritikpunkte von Tier- und Verbraucherschützern am Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministers jedoch nicht ausreichend adressiert. Es braucht ein Gesamtkonzept für den Umbau der Tierhaltung, in dem die Tierhaltungsstandards angehoben werden und Betriebe Anreize bekommen, diese Standards selbst weiterzuentwickeln. Statt hier neue Standards zu setzen, wird lediglich der Status Quo festgehalten.
Damit das Tierhaltungskennzeichen Verbraucher:innen echte Orientierung bietet, kommt es nun darauf an, dass die angekündigte Ausweitung auf weitere Tierarten, verarbeitete Produkte und die Außer-Haus-Verpflegung zügig umgesetzt werden.